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Atemphysiotherapie & Körperliches Training nach COVID-19

Auch nach einer leichten COVID-19 Erkrankung haben viele Menschen noch weiterhin Probleme mit der Atmung (Atemnot, Reizhusten, Door-Stop-Phänomen (kein tiefes Durchatmen möglich), ...) oder fühlen sich körperlich erschöpft.  Teilweise kommt es auch zu Komplikationen (Lungenentzündung, Veränderungen im Lungengewebe,...) oder anderen Spätfolgen, die atemphysiotherapeutisch gut und erfolgreich behandelt werden können.

Nach schwerer Erkrankung durch COVID-19 mit Aufenthalt im Krankenhaus, auf der Intensivstation oder nach Beatmung kann es auch notwendig sein durch die Atemphysiotherapie die Atmung wieder zu normalisieren. Nach schwerer Erkrankung mit Lungenversagen (ARDS) und nach ECMO hilft die Atemphysiotherapie bei der Rückkehr ins Leben.

Aus meiner Erfahrung heraus unterstützen besonders Hustenvermeidungstechniken, Selbsthilfetechniken, Zwerchfellaktivierung und Atemtechniken zum Lösen des Door-Stop-Phänomens und zur Atemvertiefung.

Körperliches Training nach COVID-19 ist auch möglich. Mit Unterstützung durch BORG-Skala, Pulsoxymeter, Pulsmessung und Befindlichkeitsfragebogen ist es möglich wieder ein moderates körperliches Training aufzunehmen. Voraussetzung dafür sind eine zweiwöchige Sportpause während der COVID-19-Erkrankung bzw. 4 Wochen bei einer Lungenentzündung und eine vorausgehende ärztliche Untersuchung (Ruhe-EKG, Blutuntersuchung, Ergometrie, Herzultraschall und Lungenfunktion).

 

 

Lungensport als Videotherapie ab dem 07.12.2020 möglich

Leider hat sich die Corona-Situation nicht so grundlegend verbessert, dass wir den Sport in der Praxis durchführen könnten. Aktuell sieht es auch nicht so aus als wenn sich das schnell ändern wird. Der Behindertensportverband Niedersachsen eV informierte Ende Oktober schon über die Unterbrechung des Rehasports aufgrund des Gebotes der Kontaktreduzierung für den ganzen November, dann für den gesamten Dezember. Das weitere Vorgehen bleibt abzuwarten.

Deshalb startet der Lungensport ab dem 07.12.2020 wieder als Videotherapie. Bitte bei Interesse die Zugangsdaten erfragen bzw. haben alle aktuell gelisteten Teilnehmer wieder einen Brief mit Übungen und  den Zugangsdaten erhalten.

Ärztlich verordnete Atem- und Kinderphysiotherapie findet weiterhin unter den gegebenen Schutzmaßnahmen in der Praxis statt. Beratungen zu Stoffwindeln und Tragen aktuell nur per Videoberatung. Babymassagekurse sind aktuell natürlich auch nicht möglich.

Fortbildung: Training von Lungenpatienten

Trotz Urlaub war ich mal wieder nicht untätig und habe am 17.10.2020 an einem ganztägigen Webinar "Training von Lungenpatienten" mit Philippe Merz teilgenommen.

Die Weiterbildung war sehr spannend und hat mir noch mal mehr aufgezeigt, dass ich mit dem Training schon auf dem passenden Weg bin. Interessant waren für mich aber besonders die Einstufungsmöglichkeiten über die Auswertung verschiedener Tests sowie das "Rezept Lungenmobil Merz" fürs Training. Was je nach Einstufung entweder als intermuskuläres Koordinationstraining, Hypertrophietraining mit anschließendem Kraftausdauertraining oder direktem Kraftausdauertraining durchgeführt wird.

Lungensport pausiert bis mindestens 06.11.2020

Leider ist es in den nächsten Wochen vermutlich nicht gefahrlos möglich den Lungensport anzubieten, da in unserem Landkreis die Coronazahlen stark erhöht sind. Die Pause geht bis mindestens zum 06.11.2020. Danach hoffe ich, dass man absehen kann wie die weitere Entwicklung ist.

Schaut doch bitte regelmäßig auf die Internetseite, hier aktualisiere ich dann immer wie es weitergeht.

Fortbildung: Update - Ambulante Therapie bei Patienten mit COVID-19

Nachdem ich schon ein bisschen Erfahrung in der atemphysiotherapeutischen ambulanten Nachbehandlung der COVID19-Infektion sammeln konnte, bilde ich mich am 25.07.2020 in Köln noch einmal dazu fort.

Ich bin gespannt, was es Neues gibt und ob es sich auch mit meinen Beobachtungen und Behandlungsansätzen deckt. Bisher konnte ich einzelne Ansätze, Fallbeispiele und Behandlungsvorschläge in Fachartikeln von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin sowie der AG Atemtherapie des ZVK nachlesen.

 

Unter anderem werden Empfehlungen für die Nachbehandlung von COVID 19-Patienten anhand von Sportmedizinischen Grundlagen, ambulante Atemphysiotherapie, fasziale Auswirkungen und deren Behandlungsmöglichkeiten, Atemphysiotherapie nach Beatmung und Kardiopulmonales Aufbautraining erarbeitet.